Das Inselleben Teil 1
Heute Sonntag werden wir so richtig mit der Erkundung der Insel starten. Wir hoffen, viele Tiere und schöne Naturplätze erkunden zu dürfen. Hier schon vorweg, wir wurden nicht enttäuscht!
Bevor es losging, stärkten wir uns ausgiebig am Frühstücksbuffet unseres Hotels. Es gab alles, was das Herz begehrt. Vom Frühstücksei bis hin zu feinen, frischen Früchten war alles sehr lecker. Um 10 Uhr fuhren wir los, um als erstes den ersten Teil der Nordküste zu besuchen. Die Fahrt führte uns über einen schnurgeraden Highway zwischen Bäumen hindurch nach Stokes Bay. Der Weg zum Strand war mit einem Pfeil ausgeschildert und führte mitten durch die Felsen. Zwischendurch wurde es richtig eng und man musste den Bauch einziehen, damit man hindurch kam. Wow, was für ein Strand. Glasklares Wasser, weisser Sand und das ganze zwischen rot schimmernden Felsen eingebettet. Da es nur knapp 20 Grad war heute, liessen wir die Badesachen im Auto zurück. Aber das Wasser war so einladend, dass die Kids unbedingt reinspringen wollten. Also ausziehen und in den Unterhosen ging es in das blau schimmernde, glasklare Wasser – wir waren eh fast die einzigen Besucher. Ich ging bis zu den Oberschenkeln ebenfalls rein und Katja beobachtete das Planschen aus sicherer Distanz und machte tolle Fotos dieses herrlichen Ortes. Weiter ging die Fahrt mit unserem Auto entlang der Nordküste in Richtung Westen. Maximale Geschwindigkeit 60 km/h, Gravelroad und es fühlte sich für uns an, als wären wir weit ab von jeglicher Zivilisation. An der Snelling Beach legten wir einen Zwischenhalt ein. Hier wollten wir etwas essen und fischen. Zum Fischen war der Strand aber zu flach und die Fliegen belagerten einen, dass es sehr schnell sehr ungemütlich wurde. Wir fuhren also relativ schnell weiter und assen unsere Sandwiches im Auto. Nach einer längeren, spannenden Fahrt über Stock und Stein kamen wir zum Western River Cove. Kein Mensch weit und breit, oh doch... Ein Tourguide mit einer Fotografin war ebenfalls an diesem Ort. Sie fragte uns sehr nett, ob wir noch eine ¼ Stunde warten könnten, damit sie mit einer Drohne den unberührten Fleck filmen und fotografieren könne. Ich kam in dieser Zeit mit dem Guide ins Gespräch. Dieser schenkte uns als Dankeschön fürs Warten eine feine Flasche Weisswein – super nett! So, jetzt machten wir uns ebenfalls auf, einen Fisch aus dem Wasser zu ziehen. Auf einem Felsen fanden wir einen super Platz und Dank des Windes hielt sich auch die Fliegenplage in Grenzen. Gianluca warf seinen Köder aus, zog langsam wieder ein und dann... heee, da isch ä riesige Fisch dra... Wir dachten zuerst; na ja, mal wieder angehängt... Aber, dann sahen auch wir den veritablen Fisch an der Angel zappeln. Gianluca war so aus dem Häuschen, dass er an der Angel riss, was seine Muskeln hergaben. Dieser Fisch war aber für unsere Angel definitiv zu gross und die Leine riss. Puuhhh, was für ein Erlebnis. Nach der Montage eines neuen Köders ging es weiter. Und plötzlich schwamm unter uns ein riesengrosses blaues Ding eines Fisches durch. Dieser Mass sicher 70 – 80 cm, nahm aber von unserem Köder keine Notiz und schwamm wieder ins offene Meer hinaus. Wir fischten weiter und es zupfte noch ein paar Mal, aber rausziehen konnten wir leider keinen. Der Spassfaktor war aber trotzdem extrem hoch und ich hätte eh meine Probleme gehabt, einen 70 cm Fisch zu erledigen und auszunehmen ;-) Danach ging es zum Südwestzipfel der Insel in den Flinders Chase Nationalpark. Hier wollten wir den Admirals Arch sowie die Remarkable Rocks im Abendlicht bewundern. Als wir beim Lighthouse des Cape du Couedic ankamen, verliessen die letzten Tour-Busse den Park und wir waren fast alleine unterwegs. Der Weg hinunter zu Admiral Arch war super schön und das Meer bot uns ein fantastisches Spektakel. Die Wellen knallten an die Klippen und das Wasser türmte sich mehrere Meter auf. Und in dieser grossen «Waschmaschine» drin zeigten uns ein paar See-Löwen ihr ganzes Schwimmkönnen. Wir kamen fast nicht mehr aus dem Staunen heraus. Auf dem Weg weiter runter begegneten wir dann «endlich» auch unserer ersten Schlange. Diese lag eingerollt nur 2 Meter neben dem Weg. Unsere Nachforschungen ergaben, dass es sich um eine Black Tiger Snake (Schwarze Tigerotter / https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Tigerotter) handeln musste – ups, sehr giftig und gefährlich...! Der Admirals Arch, ein durch die Natur gestaltetes riesiges Tunnel durch den Felsen war sehr eindrücklich. Danach ging es weiter zu den Remarable Rocks. Leider machte der Himmel etwas zu und die Abendsonne kam nicht so zur Geltung, wie wir uns das vorgestellt hatten. Die Steine waren trotzdem eine Augenweide und wir bestiegen diese und machten gefühlte 1’000 Fotos aus allen Perspektiven – einfach herrlich! Zurück im Hotel kochten wir uns eine feine Pasta und liessen den Tag gemütlich ausklingen.

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